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29.06.2008

Fallschirmspringer bei Flugtag tödlich verunglückt

Walldürn. Auf dem Flugtag des Flugsportclubs Odenwald e.V. zog sich ein 42-jähriger Fallschirmspringer am Sonntagnachmittag bei einer Sprungvorführung tödliche Verletzungen zu. Der erfahrene Fallschirmspringer aus dem Hessischen sprang aus einer Höhe von etwa 1.200 Metern ab und verunglückte bei einem Flugmanöver im Landeanflug. Aus einer Höhe von etwa zehn Metern stürzte der Springer auf den Boden. Er zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass der Notarzt trotz sofortiger Reanimation am Unglücksort nur noch den Tod feststellen konnte.

Nach bisherigen Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass kein Fremdverschulden vorliegt. Eine Gefahr für die rund 6.000 Besucher des Flugtags bestand zu keinem Zeitpunkt. "Wir sind schwer erschüttert", sagte der erste Vorsitzende des Flugsportvereins, Kuno Böhrer, nach dem Unglück, "unser Beileid und tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen." Der Flugsportverein feierte an diesem Wochenende sein 50-jähriges Bestehen mit einem großen Flugtag. Neben zahlreichen Kunstfliegern war auch eine Fallschirmspringergruppe unter den Vorführenden. "Es waren nur erfahrene Springer zugelassen, alle Mitglieder der Gruppe hatten zu diesem Zeitpunkt über 400 Sprünge absolviert, der Verunglückte sogar nahezu 600", so der Vorsitzende. Der Flugtag wurde sofort nach dem Unglück beendet. Polizei, Feuerwehr und Flugsportverein sorgten für eine sichere Heimreise der Besucher. Der gesamte Einsatz der Rettungskräfte lief reibungslos und ohne Probleme ab.

Update vom 30.06.2008:

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mosbach und der Polizeidirektion Mosbach

Flugunfall in Walldürn: Ermittlungen eingestellt

Walldürn/Mosbach: Die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Flugunfall am 29.06.08 in Walldürn sind von der Staatsanwaltschaft Mosbach eingestellt worden.

Anhand eines bei der Veranstaltung von einem Amateurfilmer aufgezeichneten Films und Zeugenaussagen konnte festgestellt werden, dass es sich bei dem Tod des 42-jährigen, aus Hessen stammenden Fallschirmspringers um einen Unfall handelte.

Das von dem Mann bei seinem Fallschirmsprung beabsichtigte Flugmanöver zur Einleitung der Landung wurde zu spät, d.h. in zu geringer Höhe eingeleitet und konnte daher nicht mehr sicher zu Ende gebracht werden. Der Geschädigte stürzte aus ca. 10 bis 15 m Höhe zu Boden und verstarb an den Folgen dieses Sturzes.

 

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