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Bell UH-1D der Bundeswehr

Entwicklung

Der spätere UH-1 "Huey" entstand ab 1955 als "Bell Model 204" (so sein ziviler Name) im Rahmen einer Ausschreibung der Armee für einen leichten Hubschrauber für SAR-Aufgaben, Transport und Pilotenausbildung. Seinen Erstflug hatte er am 22. Oktober 1956.
Bekannt wurde der Huey (der Name entstand aus seiner ersten Typbezeichnung HU-1 bei den U.S.-Marines) durch seine Einsätze im Vietnamkrieg, wo er für so gut wie jeden Zweck benutzt wurde, inklusive Bodenunterstützung, obwohl er dafür eigentlich nicht konstruiert war. Entsprechend hoch war auch die Verlustquote: Von den über 7.000 in Vietnam eingesetzten Hueys kehrten nach Ende des Krieges nur 2.000 Stück zurück. Wobei mehrere hundert beim Abzug der US-Truppen aufgegeben/selbst zerstört oder der südvietnamesischen Armee übergeben wurden.

Hier die Version UH-1D:

In geringeren Kontingenten wurde das Modell 204 auch an die anderen Waffengattungen der US-Armee und zivile Abnehmer geliefert, richtig erfolgreich wurde aber erst das Modell 205, das ab UH-1D in die Produktion ging. Durch eine andere 1965 als Anordnung der Treibstofftanks schuf man Raum für 14 Passagiere oder 6 Tragen. Von diesem Modell wurden von Dornier in Lizenz 352 Stück für die deutsche Bundeswehr (Heer & Luftwaffe) gebaut. Auch der Bundesgrenzschutz (Führung und Einsatz) wurde mit Hubschraubern dieses Typs ausgerüstet.

Ihre Technik:

Neben "Huey" ist auch "Teppichklopfer" als Spitzname bekannt, bedingt durch den Effekt des induzierten Widerstandes. An den Rotorblättern wie auch an jeder Flugzeug-Tragfläche treten an den Blattspitzen Luftwirbel auf, was beim Durchlauf des folgenden Blattes zu dementsprechenden Knallgeräuschen führt. Der Hubschrauber ist so schon aus ca. 10 km Entfernung zu hören - erst als leises Grummeln, das immer lauter wird, und dann immer stärker werdende Knallgeräusche wenn der Hubschrauber nur noch ca 1,5 km entfernt ist. Seit der Einführung von Blättern neuer Geometrie in den 90er Jahren ist dieser Effekt wegen der Verschlankung der Blätter schon deutlich vermindert. Bedingt durch den Anstellwinkel und den Vortrieb führen die Rotorblätter eines jeden Hubschraubers sogenannte Schlagbewegungen aus, das vorlaufende Rotorblatt hat dabei die Tendenz hochzuschlagen, was zur Auftriebsverminderung führt. Das rücklaufende Blatt verliert im Richtungsflug bedingt durch die Rückanströmung an Auftrieb und schlägt nach unten. Die halbkardanische Rotorblattaufhängung der UH-1 (typisch für Zweiblattrotore) verhindert dabei ein Rollen um die Längsachse. Der belltypische Stabilisator dämpft entsprechend dem Kreiselprinzip allzu heftige Schlagbewegungen der starr miteinander verbundenen Hauptrotorblätter und vom Piloten kommende Steuereingaben.

Technische Daten:

Abmessungen

Länge 17,41 m
Höhe 4,48 m
Durchmesser des Hauptrotors 14,63 m
Durchmesser des Heckrotors 2,59 m

Gewichte

Leergewicht 2.140 kg
Innen- und Außenlast gesamt 1.050 kg
Maximales Startgewicht 4.310 kg

Leistungswerte

Reisegeschwindigkeit 160 km/h
Maximalgeschwindigkeit 220 km/h
Reichweite 507 km

Antrieb:

Der Rotor wird von einer Lycoming T53-L-13B Turbine angetrieben. Das Triebwerk erzeugt eine maximale Leistung von 1044 kW. Bei Ausfall des Antriebs kann der Hubschrauber im "Leerlauf", der so genannten Autorotation, gelandet werden.

Besatzung

Je nach Auftrag besteht die Besatzung aus einem/zwei Piloten und einem Bordmechaniker. Zusätzlich können Notarzt und Luftrettungsmeister zur Besatzung gehören.

Ausrüstung:

Der Laderaum hinter Pilot und Copilot kann dem Auftrag entsprechend eingerüstet werden. Hierzu gehören:
AuftragAusrüstung
PersonentransportSegeltuchsitze für max. 12 Personen
Verwundetentransport6 Krankentragen
Search and Rescue (SAR) • Sitzplätze für Bordmechanikermeister und Rettungsassistent,
• eine Krankenliege,
• notwendige medizinische Ausrüstungsgegenstände
• und eine Rettungswinde

 

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